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Amanogarnele – alle Infos über die Caridina multidentata

Heute stellen wir euch eine der beliebtesten Garnelen beim Aquascaping vor – die Amanogarnele. Wissenschaftlich wird sie als Caridina multidentata bezeichnet, die veraltetete Schreibweise ist Caridina japonica. Die aus dem südlichen Japan stammende Garnele hat ihren Namen durch den bekannten Aquascape Einrichtung“ href=“https://www.aquarium-experte.de/Lexikon/aquascape/“>Aquascape-Pionier Takashi Algen im Aquarium vernichtet. Die kleinen Wirbellosen sind ausgesprochen aktiv, sehr neugierig, friedlich gegenüber ihren Mitbewohnern und werden auch schnell zutraulich.

Amanogarnele Steckbrief

  • Alter: bis zu 8 Jahre bei guter Pflege und passender Nahrung
  • Größe: Weibchen ca. 5 cm – Männchen ca. 4 cm
  • Sozialverhalten: sehr friedlich, geeignet für ein Gesellschaftsaquarium
  • Nahrung: Omnivor Allesfresser – bevorzugt Algen im Aquarium“ href=“https://www.aquarium-experte.de/Lexikon/algen/“>Algen
  • Zucht: sehr schwierig und nur im Salzwasser möglich (Larven)
  • Temperatur: 16-28° C
  • Wasser: weich-hart
  • pH-Wert: 6-8
  • Wasserhärte: 5-18° dGh; 2-8° dKh
  • Beckengröße: klein – ab 60 Liter
  • Haltung: einfach, auch für Anfänger
  • Haltungsart: Gruppe, Gesellschaft
  • Boden: Sand oder feiner Kies
  • Bepflanzung: üppig
  • Überfamilie: Atyoidea
  • Familie: Süßwassergarnelen (Atyidae)
  • Aussehen: transparenter Körper mit Strich- und Punktmustern

Amanogarnelen Aussehen, Alter und Größe

Die Amanogarnele wird vergleichsweise alt. Bei sehr guten Lebensbedingungen, wie der richtigen Umgebung, dem passenden Futter und den passenden Wasserwerten, kann die Süßwassergarnele bis zu 8 Jahre alt werden. Das ist allerdings schon ein sehr hohes Alter, im Normalfall wird sie 6-7 Jahre alt. Der fast schon transparente Körper mit den Mustern in Form von Punkten und Strichen ist sehr schön anzusehen. Je nachdem, wie hoch der Anteil an Huminsäure im Wasser ist, kann sich auch das Erscheinungsbild der Amanogarnele ändern. Der Körper kann hierdurch rötlich bis braun erscheinen.

Bei der Körpergröße werden die Weibchen mit bis zu 5,5 cm deutlich größer als die Männchen. Sie werden in der Regel 4,5 bis 5 cm groß. Aber nicht nur die Körperlänge unterscheidet sich, die Weibchen haben auch einen deutlich massiveren Körper mit großen Bauchtaschen im hinteren Bereich.

Amanogarnele Häutung

Die Amanogarnele häutet sich. Wie im Abschnitt „Futter“ zu lesen, sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden, damit die Häutung auch nur stattfindet, wenn die Haut wirklich bereit dazu ist.

Amanogarnele Haltung

Gerade bei der Bekämpfung gegen Algen, insbesondere der Fadenalge, ist die Amanogarnele die erste Wahl. Wobei man hier immer darauf achten sollte, dass die Ursache der Algenbildung auch bekämpft werden sollte, ansonsten wird es schwierig, nur mit Garnelen das Problem in den Griff zu bekommen. Damit die Caridina multidentata ein langes Leben hat, sollte man nicht nur auf die richtige Ernährung achten, sondern auch die Wasserwerte beachten. Die Empfehlungen zum passenden Wasserwert können je nach Literatur voneinander abweichen. Wir verwenden in unserem Becken (in der Toleranz des Steckbriefs) folgende Wasserwerte:

  • pH-Wert: 6,3-7,4
  • Temperatur: 22-25° C

Wer eine höhere Temperatur wählt, kurbelt den Stoffwechsel der Amanos an und diese werden ein nicht so hohes Alter erreichen. Der wichtigste Faktor für eine vitale Garnele ist allerdings die Nahrungsaufnahme, worüber ihr im Abschnitt „Futter“ mehr lesen könnt.

Der friedliche Bewohner

Die ausgesprochen geselligen Aquariumbewohner sind nicht gerne allein und können nicht nur in Gesellschaft mit anderen friedlichen Aquariumbewohnern wie Fischen gehalten werden, sondern vor allem in einer Gruppe anderer Amanogarnelen. Hierbei bietet sich an, 6-10 Tiere ins Becken zu geben. Bei ausreichend Platz und Nahrungsangebot natürlich auch gerne mehr. Einige Bücher schreiben, dass eine Haltung ab einer Aquariumgröße von 40 cm möglich sei, wir empfehlen ein Minimum von 60 cm. Ein besonderes Augenmerk sollte darauf liegen, dass das Becken bereits eine Weile läuft und eine gute angewachsene Bepflanzung bietet. Die Bepflanzung kann, nein sollte sogar, recht üppig sein. Schön ist auch, dass sich die Amanogarnele nicht an den Pflanzen vergreift.

Neben einer guten Bepflanzung sollte man der Amanogarnele reichlich Verstecke anbieten. Dafür eignen sich besonders gut Wurzeln, Holz und auch Laub. Als Boden kann man im Aquarium Sand oder sehr feinen Kies anbieten. Sollte man einen zu groben Kies wählen, hat man das Problem, dass sich Futter und Mulm in Ritzen und Hohlräumen ablagern, wo die Amanos nicht rankommen. Da die Amanogarnele ursprünglich aus einem Fluss kommt, sollte es auch eine Strömung geben. Diese muss nicht sonderlich stark sein. Ist das Becken fertig eingerichtet, kann man beobachten, wie sich die Amanos in die Strömung begeben und dort festsetzen, um Nahrung aufzunehmen. Ansonsten ist die schöne Garnele recht anspruchslos, was die Einrichtung betrifft.

Amanogarnelen Pflanzen

Die reichliche Bepflanzung kann man am besten mit folgenden Pflanzen durchführen:

  • Javamoos
  • Wasserpest
  • Hornkraut

In diesen recht schnell wachsenden Pflanzen sammelt sich reichlich Nahrung und sie sind der ideale Ort zum Verstecken.

Amanogarnelen Futter

Gerade die Ernährung wird von vielen Aquarien-Besitzern falsch betrieben. Zwar sind die Amanogarnelen Allesfresser und vertilgen auch das normale Fischfutter, aber gesund, vital und zufrieden bleiben sie nur, wenn man pflanzliche Kost reicht oder ein Flockenfutter mit hohem Pflanzenanteil. Neben den Algen nehmen sie Fischfutter (feines Flockenfutter), Granulat und Tabletten zu sich. Wer seinen Garnelen etwas Gutes tun möchte und lange an ihnen Freude haben will, der kann auch spezielles Garnelenfutter reichen. Als willkommene Abwechslung ist auch Artemia

  • Cyclops
  • Daphnia
  • Krill
  • Mückenlarven (weiß oder rot)
  • Muscheln
  • Natürlich können auch weitere Futtertiere verwendet werden oder Beimischungen anderer Proteinquellen verwendet werden. Damit die Qualität von Frostfutter die gleiche wie beim Lebendfutter hat, ist es wichtig, dass sie korrekt schockgefrostet wurden und die Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Tiefkühlfutter wird bei mindestens minus 18° C gelagert. Auch sollte das gefrostete Futter nicht zu lange lagern. Mehr als ein Jahr gilt als nicht vertretbar. Damit die Fütterung auch richtig angenommen wird, sollte man nicht nur das Futter auftauen, sondern auch in einem Artemia-Sieb gründlich abgespült werden. Auch sollte man bedenken, dass bei den Fischen kein wirklich Jagdtrieb entsteht, wie wenn das Futter lebendig ist.“ href=“https://www.aquarium-experte.de/Lexikon/frostfutter/“>Frostfutter geeignet. In der Natur ernähren sich die Amanogarnelen von Aufwuchs, Plankton und teilweise von Pflanzenresten und Aas.

    Die beste Ernährung erreicht man wie immer, wenn man die Natur kopiert. Wer zu viele Proteine reicht, wird eine deutlich höhere und frühere Sterbequote feststellen. Auch beim Häuten hilft eine gesunde Ernährung. Wenn das Futter artgerecht ist, häutet sich die Garnele erst, wenn die Haut auch bereit dazu ist. Zusätzlich sollte man trockenes Laub reichen: Blätter von Eiche und Buche beispielsweise werden bis zum Gerippe verspeist. Aber auch Gemüse, welches man vorher mit kochendem Wasser überbrüht hat, ist sehr gesund. Gurke wird besonders gerne angenommen. Aber vergesst nicht, wie immer bei Gemüse, es nach 24 Stunden wieder aus dem Becken zu nehmen.

    Amanogarnele Vergesellschaftung

    Die Amanogarnele ist sehr friedfertig und richtige Kämpfe gibt es unter den Garnelen nicht. Die Amanogarnele kommt eigentlich mit jedem Mitbewohner klar, der auch friedfertig ist. Daher eignen sich kleine bis mittlere Fische besonders gut. Auf Räuber sollte man verzichten. Besonders Zwerggarnelen sind eine gute Gesellschaft.

    Amanogarnelen fressen Fische

    Auch wenn bei Google nach „Amanogarnelen fressen Fische“ gesucht wird und einige in Foren darüber berichten, können wir das nicht bestätigen. Wenn die Fische nicht schon am Boden liegen und kurz vorm Sterben oder tot sind, dann wird sich die Amanogarnele sicherlich nicht an ihnen vergreifen. Auch andere Garnelen brauchen vor den Amanos keine Angst haben. Der einzige Fall, bei dem eine Amanogarnele an eine andere Garnele gehen könnte, ist, wenn in der Nahrung bzw. im Körper ein extremer Eiweißmangel herrscht (beispielsweise nach der Häutung) und die andere Garnele stark geschwächt ist. Ein Regelfall ist es aber nicht.

    Amanogarnele Zucht

    Die Amanogarnele zu züchten ist aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrad und dem enormen Aufwand kein schönes Hobby. Die Larven brauchen Brackwasser oder Meerwasser zur Entwicklung. Bis zur fertigen Garnele durchläuft die Larve mehrere Stadien. Im Süßwasser ist die Vermehrung nicht möglich.

    Amanogarnelen Eier und Fortpflanzung

    Amanogarnelen bilden alle vier bis sechs Wochen ungefähr 2000 Eier. Sobald die Eier befruchtet wurden, wandern diese in die Bauchtaschen des tragenden Weibchens. Jetzt dauert der Prozess ungefähr 6 Wochen und das Weibchen stößt die Eier ab. Im besten Fall schlüpfen nun 2000 Larven (im Süßwasser – hier würden sie nur bis zu drei Tage überleben). Die Larven sind mit einem Millimeter sehr klein und milchig-transparent. Jetzt müssen die Larven ins Salzwasser oder Brackwasser gelangen (Salzgehalt 1,6-3,5%). Höhere Zuchterfolge erhält man angeblich im reinen Meerwasser. Wann die Neulinge zurück ins Süßwasser dürfen, hängt nicht vom Alter ab, sondern von der Größe. Sobald die Junggarnelen 5-6 mm groß sind, brauchen sie kein Salzwasser mehr. Zur Nachzucht sollte man einen luftbetriebenen Schwammfilter nutzen, damit die Tiere nicht im Filter verschwinden.

    Amanogarnele – alle Infos über die Caridina multidentata

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    Quelle: https://www.aquarium-experte.de/



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