Skip to main content

Arowana – Gabelbart für Großaquarien

Der Arowana Osteoglossum bicirrhosum wird auch als Gabelbart, Silbergabelbart, Aruanã oder Arahuana bezeichnet. Diese beeindruckende Zierfisch ist nichts für kleine Aquarien und wird nicht umsonst als der König des Aquariums betitelt. Er kann nicht nur über 120 cm groß werden, sondern auch bis zu zwei Meter aus dem Wasserspringen. Das ist nichts für schwache Nerven und erst recht nichts für ein kleines Hobby-Becken. Heute geben wir euch alle Informationen zum Fisch, erklären, wie man ihn halten sollte und auf welche Besonderheiten man achten muss.

Arowana Steckbrief

  • Größe: bis zu 120 cm
  • Gewicht: bis zu 12 kg
  • Alter: bis zu 20 Jahre
  • Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
  • Kohorte: Knochenzünglerähnliche (Osteoglossomorpha)
  • Ordnung: Knochenzünglerartige (Osteoglossiformes)
  • Familie: Knochenzüngler (Osteoglossidae)
  • Gattung: Osteoglossum
  • Art: Arowana
  • Wissenschaftlicher Name: Osteoglossum bicirrhosum
  • Deutscher Name: Silbergabelbart
  • pH-Wert: 6,0-7,5
  • Wasserhärte: 2-15° dGH
  • Wassertemperatur: 24-30° C
  • Schwimmregion: oben, mittig
  • Beckengröße: sehr groß, ab 4500 Liter
  • Nahrung: Fische, Insekten, Garnelen, Flusskrebse

Herkunft und Heimat

Der Arowana lebt als Raubfisch im Süßwasser von Südamerika. Genauer gesagt, findet man ihn im Flusssystem des Amazonas, dem Araguaia, dem Rupununi (südlich Guyana) und im Oyapock (Grenze zwischen Französisch-Guyana und Brasilien). Gerade in Altarmen der Flüsse, welche eine starke Vegetation aufweisen, siedeln sie sich bevorzugt an.

Arowana

Aussehen und Körperbau

Charakteristisch ist nicht nur die enorme Körpergröße von über 120 cm bei adulten Tieren, sondern auch der bandförmig langgestreckte Körper mit dem großen Schuppenkleid. Die noch jungen Arowanas haben einen gelb-grünlichen Farbton und werden im Laufe ihres Lebens immer silbriger. Seitlich ist die Körperform sehr stark zusammengedrückt und das oberständige Maul ist auch beeindruckend groß. Der Unterkiefer zeigt steil nach oben. Zwei bläuliche oder gründliche Barteln findet man am Ende des Unterkiefers. Männchen und Weibchen kann man anhand vom Bauch und Unterkiefer erkennen. Das Weibchen hat einen runderen Bauch und massigeren Körper, das Männchen einen längeren Unterkiefer. Typisch für Knochenzünglerartige sind auf der Zunge Zähne zu finden. Die Unterlippe ist sehr wulstig geformt. Seine Rückenflosse setzt weit hinten ein und führt bis zur Schwanzflosse, genauso die weiter vorne beginnende Afterflosse. Die Afterflosse von ausgewachsenen Männchen ist in der Regel länger als die bei weiblichen Exemplaren.

Nahrung und Futter

In der Natur findet der Großfisch Nahrung durch Insekten, Frösche und auch diverse Echsen. Dadurch, dass er bis zu 2 Meter aus dem Wasser springen kann, erreicht er auch Beutetiere, die auf Ästen oder Steinen sitzen. Dazu ist er in der Lage, weil er atmosphärische Luft mit der Schwimmblase aufnehmen kann, so wird die Jagd außerhalb des Wassers erst möglich. Füttern kann man den Räuber mit kleinen Fischen, Krebsen, Garnelen, Insekten und frischem Fleisch. Die großen Futtermengen erfordern eine gute Filteranlage und regelmäßige Teilwasserwechsel.

Fortpflanzung und Zucht

Der Arowana ist ein Maulbrüter. Sobald die Eier vom Weibchen abgelegt wurden, nimmt der männliche Arowana diese in sein Maul (Kehlsack) auf. Auch die Eier sind entsprechend den Körpermaßen des Fisches mit einer Größe von 1,5 cm beeindrucken anzusehen. Wenn die Jungfische nach 50 bis 60 Tagen das Maul verlassen können, sind sie bereits um die 8-10 cm lang. Die Jungfische fressen alles, was angeboten wird. Der Arowana braucht nach der Fortpflanzung und Brutzeit viel Ruhe, da er in dieser Zeit nichts frisst und sehr geschwächt ist. Bis er sich erholt hat, vergehen zwei bis drei Monate.

In einem normalen Aquarium ist die Nachzucht der Arowana mehr als schwierig.

Haltung und Pflege

Arowana sind wirklich nur für Großaquarien geeignet. Händler empfehlen eine Mindestgröße von 2000 Litern mit einer Länge von drei Metern. Deutlich angebrachter sind wohl 5000 Liter und eine Mindestlänge von vier Metern. Das Aquarium braucht zwangsläufig eine Abdeckung, da der Arowana sonst beim nächsten Sprung im Wohnzimmer landet. Wenn die Abdeckung nicht fest sitzt, muss sie zusätzlich beschwert werden. Artgerecht wäre ein Freibereich über dem Becken, damit der Fisch auch im Becken nach Beute springen kann. Leider ist das in der Praxis nicht immer möglich. Wer ein großes Schauaquarium hat, der wird an den wendigen Manövern große Freude haben, denn der Fisch kann fast auf der Stelle wenden.

Die Bepflanzung muss nicht nur üppig sein, sondern auch robust. Hier solltet ihr darauf achten, dass die Pflanzen so angeordnet sind, das ausreichend Platz zum Schwimmen bleibt. Obwohl der Arowana überwiegend im oberen Bereich des Beckens schwimmt, hat er Sandboden gerne.

Vergesellschaftung

Der Arowana ist nicht nur extrem lebhaft und wendig, sondern auch sehr aggressiv. Eine Vergesellschaftung ist eigentlich nur mit ruhigen großen Fischen möglich, wie beispielsweise Welsen oder großen Cichliden. Man kann den Arowana auch einzeln halten oder als Paar. Man darf sich nicht wundern, wenn mal die Fetzen fliegen, die Fische können teilweise recht bissig sein.

Arowana – Gabelbart für Großaquarien

5

(100%)

2

votes

Quelle: https://www.aquarium-experte.de/



Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *