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Engel-Antennenwels (Pimelodus pictus)

Der Pimelodus pictus ist ein Wels vom Stamm der Chordatiere (Chordata). Auch wenn das wohl mal anders war, bekommt man diese schönen Tiere nicht mehr an jeder Ecke angeboten. Die Informationslage zum Engel-Antennenwels im Internet ist auch recht dürfitg. Ausser einigen Eckdaten gibt es nicht wirklich viele Berichte von der Haltung im Aquarium.

engelsantennenwels_1Der Engelsantennenwels oder auch Engelswels erreicht eine Größe von 12 bis 15cm. Nicht nur deshalb wird eine Beckenlänge von mind. 120cm empfohlen. Pictus ist sehr schwimmfreudig und wenn er durchstartet, hat er schnell das Ende des Aquariums erreicht. Deshalb würde ich ein größeres Becken empfehlen. Gehalten werden sollte er in einer Gruppe von mind. 5 Welsen. Dabei sollte das Becken so strukturiert sein, dass es Unterstände und ausweichmöglichkeiten gibt, damit sich der Pictus auch mal aus dem Weg gehen kann. Das Wasser sollte eine Temperatur von 22-26°C haben und leicht sauer und vor allem sauber sein. Beckenhygiene sollte man groß schreiben. Ich empfehle wöchentliche Wasserwechel von 50%.

Die Geschlechter lassen sich nicht auseinander halten. Lediglich das Verhalten untereinander lässt ab und an Gerangel zwischen Männchen vermuten. Entgegen anderer Informationsquellen konnte ich nicht beobachten, dass der Enfelswels unbedingt auf Höhlen angewiesen ist. Die Höhlen, die ihm bei mir zur Verfügung stehen, werden so gut wie nicht benutzt. Pictus ist in erster Linie Nachtaktiv. Auch wenn man ihn Tagsüber in Aktion zu sehen bekommt, zeigt er sein wahres „Ich“, wenn das Licht ausgeht. Dann zieht er wie ein Hai seine Bahnen durch das Aquarium und geht dabei auch auf Jagd, wenn es Beute im Aquarium gibt.

Von kleineren Fischen kann man sich dann schnell verabschieden. Kleinere Salmler (nicht ausgewachsene Neons oder Rotkopfsalmler) oder Guppy Männchen sind dann leichte Opfer. Denn ein ist der Engelswels ganz sicher, Gefräßig und weniger ein Engel. Dabei frisst er auch gerne Frostfutter oder Flockenfutter bzw. Granulat. Sobald es auf den Boden gesunken ist, fällt der Pictus über das Futter her. Werden mit dem Engelswels zusammen Panzerwelse gehalten, so sind diese extreme Nahrungskonkurenzen. Verhungern werden die Panzerwelse dehalb aber nicht.

Der Jagdtrieb ist nicht zu unterschätzen. Während z.B. Skalare sehr wohl mit Rotkopfsalmlern gehalten werden können, selbst wenn diese kleiner sind, so klappt das mit dem Pictus definitiv nicht. Meinen Schwarm hat der Trupp von sechs Pictus fast vollständig aufgefressen. Ausgewachsene Rotköpfe werden in Ruhe gelassen.

Zur Jagd stellt sich der Pictus senkrecht ins Wasser und schnellt von der Dunkelheit geschützt auf sein Opfer, welches in Gänze verschlungen wird. Dabei kann der Pimelodus pictus nicht nur hervorragend in der Dunkelheit sehen, sondern orientiert sich mit Hilfe seiner langen Barteln. Um das entsprechend beobachten zu können, verwende ich ein blaues Mondlich im Aquarium und dezentes Raumlicht.

Bei der Handhabung mit dem Engelsantennenwels muss man sehr vorsichtig sein, denn er verfügt über scharfe Flossenstrahlen mit Widerhaken. Ein Netz zum Umsetzen verbietet sich also von selbst. Besser geeignet sind Fangglocke, Tupperdosen oder steife Küchensiebe. In einem Netz verfangen sich die Strahlen und der Fisch muss freigeschnitten werden. Was sowohl für den Fisch, als auch für den Aquariander unangenehm werden kann. Beide können dabei Verletzungen davon tragen.

In den wenigen Berichten in Foren liest man, dass bei der Prozedur des Umsetzens der Pictus ein Brummen von sich gibt. Da stelle ich mir die Frage, wie viele dieser Fische da gehalten wurden, bzw. wie viel Aufmerksamkeit dem Aquarium gewidmet wird. Tatsächlich gibt der Engelswels ein schnarrendes Brummen von sich, auch wenn er sich IM Aquarium befindet. Insbesondere bei Streitigkeiten zwischen Rivalen konnte ich das schon öfter beobachten.

Quelle: http://www.amogi.de/feed/



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