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Filtertechniken für ein Garnelenaquarium

Wie viele andere Tiere im Aquarium sind auch Garnelen auf ein klares und sauberes Wasser angewiesen. Trotz des regelmäßigen Teilwasserwechsels muss das Aquarium einen hochwertigen Filter haben. Im Handel sind die unterschiedlichsten Modelle und Varianten erhältlich. Angefangen vom gewöhnlichen Innenfilter oder Außenfilter über seltenere Modelle wie den Bodenfilter oder den Hamburger Mattenfilter. Im Folgenden soll diskutiert werden welche Art der Filterung für ein Aquarium mit Garnelen geeignet ist und welche Umbauten am Filter vorgenommen werden müssen um ihn garnelensicher zu machen.

Ob man sich für einen Innenfilter oder Außenfilter entscheidet hängt stark mit der Größe des Aquariums zusammen. Bei kleineren Modellen fällt die Wahl in der Regel auf einen Innenfilter. Zum einen ist die Leistung eines Innenfilters bei kleinen Aquarien noch ausreichend und zum anderen ist der Platzbedarf außerhalb des Aquariums bei einem Außenfilter nicht zu vernachlässigen. Ein Außenfilter wird in der Regel aufgrund seiner höheren Filterleistung bei Aquarien ab einer Wassermenge von 100 Litern verwendet. Die bessere Filterleistung wird durch den größeren Filterkörper und durch die langsamere Durchflussgeschwindigkeit durch den Filter hervorgerufen.


Ob man sich jedoch für einen Innenfilter oder einen Außenfilter entscheidet, das Problem das Junggarnelen vom Filter angesaugt werden und durch den Rotor im Filter getötet werden, bleibt bestehen. Der Aquarianer muss also dafür sorgen das die winzigen Junggarnelen nicht vom Filter angesaugt werden können. Um dies zu verhindern stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Bei einem Außenfilter kann man das Ansaugrohr beispielsweise in einen feinen Filterschwamm stecken, durch den die Garnelen nicht angesaugt werden können. Bei einem Innenfilter kann man sich dadurch behelfen indem man einen Damenstrumpf über die Ansaugschlitze zieht. Der Nachteil bei beiden Methoden ist aber das sowohl der Damenstrumpf als auch der Filterschwamm sehr schnell verstopfen und in recht kurzen Abständen gereinigt werden müssen.

Fast schon ideal ist ein Hamburger Mattenfilter – kurz HMF – für die Haltung von Garnelen. Die sehr große Filterfläche bildet nicht nur eine erstaunlich gute Filterleistung sondern bietet den Garnelen zugleich eine erstklassige Weidefläche. Die unzähligen Partikel, die im Filterschwamm hängen bleiben, werden von den Garnelen sehr gerne auf fressbare Rückstände durchsucht. So wird der Halter der Garnelen sehr bald feststellen dass der begehrteste Platz im Aquarium für die Garnelen der auf dem Filterschwamm des Mattenfilters ist. Als kleiner Nachteil des Mattenfilters im Aquarium wird häufig der höhere Platzbedarf im Aquarium empfunden. Auch der optische Aspekt einer großen Filtermatte wird teilweise als negativer Faktor bezeichnet. Allerdings kann die Filtermatte sehr einfach mit Moosen wie dem Javamoos bepflanzt werden und fügt sich so wunderbar in das harmonische Bild der Aquarienbepflanzung ein. Ein Hamburger Mattenfilter kann entweder durch eine Kreiselpumpe oder durch einen Luftheber betrieben werden. Aufgrund der Zuverlässigkeit und der Fähigkeit das Aquarienwasser mit Sauerstoff anzureichern wird meist ein Luftheber verwendet. Allerdings ist die benötigte Membranpumpe etwas lauter als die Kreiselpumpe und daher nicht zu empfehlen wenn das Aquarium im Schlafzimmer aufgestellt werden soll.

(Gastartikel von Claudia Wartmann)

Quelle: http://www.amogi.de/feed/



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