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Guppy – Pflegetipps und Wissenswertes

Der Guppy – einer der beliebtesten Aquarienfische im Kurzportrait

Der Guppy gehört zu den beliebtesten Aquarienfischen in Deutschland, da er sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene und Profis geeignet ist. Neulinge schätzen die einfache Haltung und erfahrene Aquarianer sind von der Vielfalt und dem Gruppenverhalten fasziniert. Somit lohnt es sich, einen genauen Blick auf diesen Fisch zu werfen. Welche Eigenschaften hat er? Wie wird er gehalten? Worauf muss man beim Kauf achten? Mehr erfahrt ihr hier.

Steckbrief Guppy

Der Guppy ist ziemlich anspruchslos. Aber wie immer bei Zierfischen sollte man möglichst alle Lebensbedingungen perfekt seinen Bewohnern anpassen.

  • Wissenschaftlicher Name: Poecilia reticulata
  • Lebenserwartung: bis zu 4 Jahre
  • Größe: Männchen bis 4 cm, Weibchen bis 8 cm
  • pH-Wert: 5,5 bis 8,5
  • Wasserhärte: 5° bis 25° dGH
  • Temperatur: 18-28° C
  • Verhalten: relativ friedlich, aber sehr aktiv
  • Herkunft: Mittel- und Südamerika
  • Ernährung: Trocken- und Lebendfutter
  • Aquariumgröße: ab 60 cm
  • Einrichtung: viele Pflanzen
  • Bodengrund: egal
  • Schwimmzone: Mitte

Woher kommt der Name Guppy?

1866 entdeckte der Forscher Robert Guppy die Fischchen auf Trinidad. Die Spezies war zwar bereits entdeckt, man benannte die Fische jedoch trotzdem nach ihm und behielt den Namen bei.

Wo leben Guppys ursprünglich?

Die Karpfenfische leben natürlicherweise im nördlichen Südamerika und in wenigen Gebieten in der Karibik. Auch in Venezuela, Brasilien und Guyana finden sich Schwärme. Diese wurden ursprünglich für die Bekämpfung von Moskitos eingesetzt oder einfach aus dem Aquarium ins Meer geschüttet.

Auch in Deutschland findet man Guppypopulationen. Diese wurden zum Beispiel als Neozoen ausgesetzt, beispielsweise um Stechmücken zu dezimieren. Sie leben in Fließgewässern und sogar in Brack- oder Abwässern.

Wie sehen Guppys aus?

Der Guppy wird zwischen 3 und 5 cm lang. Als Halter kann man sogar männliche und weibliche Guppys leicht erkennen. Weibliche Tiere sind deutlich runder und größer. Sie haben, wenn sie befruchtet sind, außerdem einen Trächtigkeitsfleck am Unterbauch. Je nach Farbe ist dieser jedoch schlecht zu erkennen. Weibchen sind aber, wie es in der Natur üblich ist, farbloser, meist silberfarben oder weiß. Eine intensive Züchtung färbt die Weibchen mittlerweile auch. Männliche Guppys haben eine lange, große und bunte Flosse. Sie sind auch insgesamt deutlich bunter gefärbt. Experten unterscheiden dazu noch Groß- und Kleinflosser.

Welches Aquarium benötige ich?

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Wasser in Zimmertemperatur reicht vollkommen aus. Besser ist jedoch eine Temperatur zwischen 24 und 27 Grad. Klares, neutrales Wasser mit einer leichten Strömung verfügt über ideale Bedingungen. Die minimale Größe für das Becken beträgt 54 Liter. Eine gute Aquarium-Bepflanzung, Wasserwechsel und auch ein guter Aquarium-Filter und die regelmäßige Aquarium-Reinigung gehören zu Haltung dazu.

Der Nachwuchs des Guppy

Ein Guppy wird bis zu vier Jahre alt. Weibchen gebären lebend und sind mit drei Monaten geschlechtsreif. Das Männchen verfügt schon etwas früher über eine funktionierende Spermienproduktion. Daher kommt es häufig vor, dass man beim Kauf bereits schwangere Weibchen erwirbt, da die Spermien der Männchen im Weibchen verbleiben und sie bei der Geschlechtsreife befruchten. Die Menge und Verweildauer der Samen kann das Weibchen bis zu 11 Mal besamen. Ein Wurf kann zwischen 20 und 40 Jungtiere hervorbringen und dies alle vier Wochen.

Die Jungtiere leben sofort selbstständig, sind jedoch Futter für die erwachsenen Guppys. Da die Vermehrungsrate aber so hoch ist, wird die Art dadurch nicht gefährdet. Wer trotzdem auf Nummer Sicher gehen will, kann sich auch ohne Aufzuchtbecken behelfen. Einfach ein Einhänge-Sieb holen, da kommen die Elterntiere nicht ran.

Zu beobachten ist immer wieder, dass die Männchen die Weibchen für die Paarung bedrängen. Die Weibchen sind jedoch nur an diesen Männchen interessiert, die auch von anderen als Partner gewählt wurden. Das heißt in der Verhaltensbiologie „Nachahmungseffekt“.

Wie kann man Guppys züchten?

Wenn Männchen und Weibchen gehalten werden, werden zwei Aquarien benötigt. Zur Zucht kommt nochmals eins dazu, das alle paar Tage gereinigt werden sollte.

Die Fische vermehren sich regelmäßig und sehr stark. Also sollte auf eine gezielte Züchtung geachtet werden. Ein einzelnes Weibchen zu einem Männchen zu geben, ist nicht empfehlenswert, da das Weibchen sonst gehetzt werden würde. Für ein Männchen eignen sich am besten drei oder vier Weibchen. 30 bis 75 Liter als Aquarium sind dafür ideal. Wichtig ist, den Sog der Pumpe geringer zu stellen oder zum Beispiel mit einer Strumpfhose abzudecken, damit die Jungtiere nicht eingesaugt werden. Die Wassertemperatur sollte auf 25 bis 26 Grad erhöht werden.

Bei der Wahl der Farbe kann man darauf achten, dass sich die Fischchen ähneln. Dann wird die Farbgebung weitergegeben oder noch intensiver.

Guppy

Wenn das Weibchen trächtig ist, wird dies durch einen Punkt am Bauch deutlich. Diesen Fleck findet man im hinteren Bereich. Dann kann das Männchen zurück ins eigentliche Wasser gesetzt werden. Die Männchen und Weibchen fressen ihre Nachkommen auch auf. So sollte das Aquarium mit Pflanzen am Boden und im mittleren Feld ausgestattet werden, so dass sich die Jungen verstecken können. Am besten setzt man das Weibchen sofort nach der Geburt zurück ins eigentliche Aquarium oder trennt es mit einem Netz. Zu erkennen ist eine bevorstehende Geburt daran, dass sich das Weibchen weniger bewegt und warme Plätze aufsucht.

Zur Fütterung eignet sich nährstoffreiches Futter, damit die Fische gesund und kräftig genug zur Vermehrung und Wachstum sind. Die Jungtiere werden zweimal täglich gefüttert, jedoch nicht zu viel, da sie sonst daran sterben können. Nach acht Wochen können die Jungtiere mit den erwachsenen Tieren zusammengeführt werden.

Das Verhalten der Guppys

Der Guppy ist sehr sozial und lebt in Schwärmen. Die Fische sind tagaktiv und insgesamt sehr robust. Nachts verkriechen sie sich in den Pflanzen, die im Aquarium zur Verfügung stehen. Dort gebären sie auch. Das Paarungsverhalten der Guppys bringt ein ständiges Getummel ins Wasser, das Menschen gerne beobachten. Wenn dies der Fall ist, fühlen sich die Tiere wohl.

Wovon ernähren sich Guppys?

Meist halten sich die farbig prachtvollen Zierfische an der Wasseroberfläche oder im mittleren Bereich auf. Dort jagen sie nach Kleintieren und Insekten.

Wenn sie mit der Hand gefüttert werden, sind sie nicht wählerisch. Vier bis fünf Portionen in der Woche reichen als Rhythmus aus. Da die Mäuler ziemlich klein sind und sie nicht auf dem Boden leben, sollte beim Futter darauf geachtet werden, dass es nicht zu groß ist und nicht zu schnell sinkt. Den Jungtieren können Salinenkrebse gegeben werden. Sie sind klein und nährstoffreich. Dies in kleinen Portionen und mehrmals täglich. Ansonsten kann alles handelsübliche Futter verwendet werden. Dabei sollte es proteinreich und gemüselastig sein. Es ist auch möglich, Lebendfutter wie Moskitolarven und Erdwürmer zu füttern. Wer selbst Futter herstellen will, kann Rinderherz und Salat fein zerkleinern. Gepresstes Futter, Röhrenwürmer oder Daphina eignen sich nicht.

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Das Futter sollte nicht länger als 30 Tage aufbewahrt werden, da es sonst Nährstoffe verliert. Alternativ hält es sich länger, wenn es eingefroren wird.

Welche Fische vertragen sich mit dem Guppy?

Um eine Überbevölkerung zu vermeiden, sollte nur ein Geschlecht an Guppys gehalten werden. Sie vertragen sich mit Panzerwelsen, Kampffischweibchen, Bärblingen, Querbandhechtlinge, Kaisersalmler, Garnelen, Antennenwelsen oder Zwergguramis. Ansonsten sind die Guppys relativ verträglich, aber da sie sehr aktiv sind, können sie ruhige Beckenbewohner wie beispielsweise den Panzerwels schnell mal stören.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Das Aquarium mit Ausstattung und Futter ist der erste Kostenfaktor. Dazu kommen erhöhte Wasser- und Stromkosten. Ein Weibchen kostet im Handel 2 bis 5 Euro, ein Männchen 3 bis 6 Euro. Wichtig ist, dass dieses Geld auch investiert und bei einem Züchter gekauft wird. Dann sind die Tiere in der Regel robust und nicht krankheitsanfällig.

Fazit: Der Guppy für jedermann

Der Guppy eignet sich als Aquarienfisch sowohl für Anfänger als auch für echte Liebhaber. Wenn man einige wenige Kriterien bei der Haltung beachtet, wird man an diesen bunten Fischen lange Freude haben.

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Guppy – Pflegetipps und Wissenswertes

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Quelle: https://www.aquarium-experte.de/



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